Feder und Degen
Der adlige Gardist
Cyrano de Bergerac ist als Dichter mindestens genauso begabt wie als Fechter.
Doch der Held hat ein Problem: In seinem Gesicht prangt eine der gewaltigsten
Nasen des vorrevolutionären Frankreich. Deshalb wagt er nicht, seiner
Kusine Roxane die Liebe zu gestehen, die er seit langem für sie empfindet.
Anders Roxanes Angebeteter, Cyranos Kamerad
Christian de Neuvillette: Er sieht blendend aus, aber ihm fehlt jene
elegante Wortgewandtheit, die Roxane so schätzt. Jedenfalls bis Cyrano
als Ghostwriter einspringt. Gemeinsam gelingt es den beiden, Roxanes Herz
für Christian zu erobern. Zugleich kann Cyrano ihr in den Briefen,
die er in Christians Namen verfasst, seine Seele unerkannt zu Füßen
legen.
Die romantische Geschichte endet tragisch.
Christian fällt in der Schlacht und Roxane betrauert ihn viele Jahre
lang. Erst beim Tod Cyranos erfährt sie, wessen Worte ihr Herz tatsächlich
erglühen ließen.
Das Drama Cyrano de Bergerac von Edmond
Rostand (1868-1918) wurde mehrmals verfilmt, zuletzt mit Gérard Depardieu
in der Hauptrolle (Frankreich 1989/ 90, Regie J.-P. Rappenau). Der Dichter
Cyrano de Bergerac lebte wirklich Anfang des 19. Jahrhunderts in Paris.
Allerdings war er eher das, was wir heute einen Science-Fiction Autor nennen
würden: Er beschrieb phantastische Reisen zu Sonne und Mond.
(G) |