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PRESSEMITTEILUNG Uni-Abschluss: Bologna auf dem Vormarsch Wiesbaden, 23.9.2011 (g) – Die Anpassung deutscher Studiengänge an europäisches Niveau im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses macht Fortschritte. Im Jahr 2010 haben zu ersten mal mehr Hochschulabsolventen einen Bachelor-Grad erhalten, als einen Diplom-Grad, teilt das Statistische Bundesamt (DESTATIS) mit. Zugleich versuchen eine Reihe von Hochschulen, die Diplom-Studiengänge loszuwerden. Von verschiedenen Unis wird berichtet, dass ältere Diplom-Studenten, die sich nicht auf einen Wechsel zum Bologna-Studium einlassen wollten, zwangsexmatrikuliert werden. Kritiker bemängeln die hohe Belastung der Bachelor-Studenten durch schulähnliche Stundenpläne und die geringere Qualifikation gegenüber den traditionellen Diplomanden oder Magistern. Der Bachelor wird in den modularen Studiengängen des Bologna-Prozesses als Hauptabschluss angesehen, bereitet die Absolventen aber lediglich auf den Berufseinstieg vor. Erst das auf den Bachelor aufbauende Master-Studium qualifiziert für eine Karriere in Führungspositionen. Die Zahl der Studenten, die den Master-Grad anstreben, ist allerdings deutlich geringer als die der Bachelor-Abgänger. Die Folge ist eine Zwei-Klassen Gesellschaft von Akademikern. Einer großen Zahl von Bachelor-Fachkräften steht eine kleine Elite von potentiellen Führungskräften mit Master-Abschluss gegenüber. Schon das Studium entscheidet über die Karriere-Aussichten. Einige Bundesländer haben daraus die Konsequenzen gezogen und ermöglichen auch weiter den Erwerb des Diplom-Grades nach acht Semestern. Die Westsächsische Hochschule Zwickau bot Mitte September vor allem in technischen Studiengängen noch freie Studienplätze zum Diplomabschluss an. Pressemitteilung zur freien Verwendung nur mit Quellenangabe ghostwriter-media.de. Alle Meldungen sind sorgfältig recherchiert. Trotzdem können wir keine Gewähr der sachlichen und inhaltlichen Richtigkeit geben. Irrtum vorbehalten. Ghostwriter-media Pressemitteilungen werden parallel zur Veröffentlichung im Internet auch per E-Mail versandt.
Sophie aus Bremen studiert in Hamburg Betriebswirtschaft. „BWL ist der Schlüssel zur Karriere“, hatten ihr Freunde geraten, als sie kurz vorm Abitur noch nicht wusste, was sie studieren sollte. Von ihrer Biografie her scheint Sophie auf Erfolg vorprogrammiert zu sein. Ihr Vater ist Manager in der Personalverwaltung eines bekannten Unternehmens, ihre Mutter hat Ökotrophologie und Pädagogik studiert und arbeitet an einer Hochschule.
Sofie teilt sich eine Wohnung mit ihrer Freundin Maria und deren Freund Maximilian. „Eine WG ist für mich als Studentin eine recht gute Art des Wohnens. Guter Wohnraum hat in Hamburg seinen Preis und der Immobilienmarkt ist nicht gerade übersichtlich“, sagt Sophie. Sie will mit ihrem Verlobten Leon zusammenziehen, der gerade an seiner Masterthesis schreibt. Sophie will ihren Bachelor of Business Administration im nächsten Semester schaffen. Im Augenblick sucht sie noch ein Thema für die Bachelorarbeit. „Natürlich habe ich einige Sorgen, wie ich das hinkriege,“ gesteht sie, „ich habe zwar schon ein paar Arbeiten geschrieben, manche Hausarbeit und auch das eine oder andere Referat, aber die Bahcelor-Arbeit ist ja doch entscheidend für den späteren Job. Das ist ja nicht nur ein Aufsatz.“ So macht sie sich auch schon Gedanken um ihre Bewerbungen. „Ich überlege schon, wie meine Bewerbungsmappe aussehen soll. Inhalt und Design müssen stimmen, denn schließlich ist das ja der erste Eindruck, den ein Personalchef von mit bekommt. Besonders, wenn man sich mit dem Ziel bewirbt, einmal zur Führungskraft aufzusteigen. Die Unternehmen suchen sich ihre späteren Führungskräfte sehr gut aus.“
Auch Leon möchte einmal im Management eines Konzerns eine führende Position übernehmen. Er steht kurz vor dem Abschluss seiner Master-Thesis und will danach an eine Universität oder technischen Hochschule seinen Doktor machen. „Die Dissertation ist eine Voraussetzung für die Topkarriere“, sagt er. Sein früherer Schulfreund David habe sich gleich von der Fachhochschule als Diplomingenieur beworben und schon nach wenigen Bewerbungsschreiben eine Stelle bei einem Elektronik-Unternehmen gefunden. „Er hat zwar eine interessante Arbeit, aber die Aufstiegschancen sind eher mager. In der Firma arbeiten über hundert Ingenieure, so eine richtige Denkfabrik, geballte Intelligenz. Wer sich da nicht nach ein paar Jahren nach einem besseren Job woanders umschaut, bleibt sein Leben lang Entwicklungsingenieur. Für mich wäre das nichts. Mit BWL hat man es auch einfacher als in einem technischen Fach, in dem man sehr schnell zum Spezialisten wird.“ Aber nicht nur sein Studienfach macht es Leon leichter als seinem Schulfreund, die Karriereleiter zu erklimmen. Auch die Familie trägt dazu bei. Leons Großvater war Zahnarzt, sein Vater ist Chemiker, promoviert haben beide. Und beide hatten von Anfang an die besten Verbindungen, gehörten sie doch der selben Verbindung an, in der auch Leon nun in dritter Generation aktiv ist. Leon selbst sieht das aber nicht als entscheidend an. „Natürlich sind die richtigen Beziehungen schon wichtig, aber ohne eine Spitzenqualifikation nützen die auch nichts.“ Und so will auch Leon nach dem Diplom weitermachen und promovieren. „Im Top-Management gehört der Doktortitel dazu. Wer sich mit dem Diplom oder Magister zufrieden gibt, dokumentiert, dass er nicht an die Spitze will. Wer von sich selbst im Studium keine Spitzenleistung fordert, wird es später im Beruf auch nicht tun. Der wird auch keine Topkarriere machen. Dazu ist einfach Grundvoraussetzung, dass man zu den Besten gehören will.“
Bei allen Karriereplänen soll aber die angenehme Seite des Lebens nicht zu kurz kommen. Nach dem Master wollen Sophie und Leon erst einmal gemeinsam in Urlaub fahren. Ein paar Wochen Auszeit müssen es schon sein, irgendwo im Süden. „Vielleicht fliegen wir auf die Kanarischen Inseln“, meint Sofie, „Reisen dort hin sind noch recht preiswert. Nicht gerade nach Teneriffa, eher nach Fuerto Ventura oder Lanzarote. Meine Trauminsel wäre ja La Gomera, nicht nur wegen der Landschaft. Meine Eltern haben ihre Hochzeitsreise nach La Gomera gemacht. La Gomera muss damals so eine richtige Hippie-Insel gewesen sein, abseits vom Massentourismus. Es gab noch keinen Flughafen und man musste mit dem Schiff übersetzen. Ich würde mir gern einmal ansehen, wo sich meine Eltern herumgetrieben haben, ehe ich zur Welt kam“, lacht Sophie und setzt hinzu: „geschadet hat es ihnen jedenfalls nicht, aus beiden ist ja dann doch noch etwas geworden.“
Weitere Reisen haben sich Sophie und Leon für später vorgenommen, wenn sie das Geld dazu haben. „Unsere Hochzeitsreise soll auf die Seychellen gehen oder nach Thailand“, träumt Sophie. Doch ganz einig sind sie sich in dieser Hinsicht noch nicht. Leon möchte lieber nach Australien oder Neuseeland fliegen. In die weite Welt zieht es beide aber nicht nur touristisch. „Wir könnten uns gut vorstellen, auch ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten, etwa in den USA“, so Leon.
Der direkte Einstieg in den Traumjob gelingt nur wenigen Hochschulabsolventen sofort. Trotz Internet-Jobbörsen, Bewerbertrainings und Kursen zur Vorbereitung auf Assessment-Center müssen Stellensuchende nach Abschluss des Studiums häufig Kompromisse eingehen. So hat Anna aus Kiel während ihre Studiums der Medienwissenschaften immer von einem Arbeitsplatz in der Redaktion eines großen Verlagshauses oder beim Fernsehen geträumt. „Ich war bitter enttäuscht, als ich mein Diplom in der Tasche hatte und nur Absagen oder bestenfalls 'mal ein Angebot für ein Praktikum bekam“, so die 26-jährige. Schließlich versuchte sie es als freie Journalistin und schrieb zum Zeilenhonorar für Stadtteilzeitungen und Anzeigenblätter. „Spaß hat das nicht gerade gemacht, die Abende bei Vereinsversammlungen und Firmenjubiläen zu verbringen, nur um 20 Zeilen und vielleicht ein Foto unterzubringen. Aber damals war es für mich die einzige Möglichkeit, überhaupt ein Wenig Berufserfahrung als Journalistin zu sammeln. Leben konnte ich davon nicht.“
Dann fand Anne eine Halbtagsstelle in der Dokumentationsabteilung eines Industriebetriebes. „Ich dachte, da könnte ich Prospekte und PR-Material entwerfen“, schildert sie ihre Vorstellungen. Tatsächlich aber schrieb sie Bedienungsanleitungen, Servicehandbücher und Arbeitsvorschriften.„Gut verständliche Gebrauchsanweisungen sind schon wichtig“, schildert sie ihre damalige Stelle, „das weiß ich spätestens, seit ich mir eine Digitalkamera angeschafft habe. Die journalistische Erfüllung findet man dabei aber nicht gerade. Noch schlimmer sind betriebsinterne Dokumentationen. Wir mussten Berichte für das so genannte Reporting schreiben. Das waren Finanzberichte und Qualitätsberichte der Geschäftsführung an das Konzernmanagement. So etwas mag ja für eine Unternehmensleitung sehr wichtig sein, für mich war es manchmal eine Qual. Am schlimmsten waren die so genannten 8d-Reports. Die wurden immer geschrieben, wenn es Fehler in der Produktion gegeben hatte. Das 8d-Verfahren ist so eine Art formalisierte Pannenbehebung. Das wäre eher etwas für einen technischen Verfasser oder einen wissenschaftlichen Schiftsteller gewesen. Ich habe oft kein Wort von dem verstanden, was ich schrieb. Wenigstens hatte ich ein regelmäßiges Einkommen.“
Lange ausgehalten hat Anne es trotzdem nicht. Nach eineinhalb Jahren verließ sie das Unternehmen wieder. Seither arbeitet sie gegen Honorar für eine Agentur. „Jetzt mache ich ganz verschiedene Arbeiten, von Interviews bis zu Reiseberichten. Das ist viel interessanter als mein früherer Industriejob. Ich komme oft raus, habe viel mit sehr verschiedenen Menschen zu tun und schreibe zu ganz unterschiedlichen Themen. Jeder neue Auftrag ist wieder spannend. Vor allem brauche ich nicht mehr den ganzen Tag in einem tristen Büro sitzen, wie in dieser Fabrik. Trotzdem kommen mir meine Erfahrungen aus der Fabrikarbeit manchmal zu Gute, denn auch die Agentur gibt mir oft Aufträge aus der Wirtschaft.“ Zu Annas Tagesgeschäft gehört auch jetzt noch das Schreiben von Softwarehandbücher und Servicemanuals. Außerdem verfasst sie Reden, Vorträgen und Abhandlungen. „Oft bekomme ich nicht mehr als einen Stapel Notizen oder Fotokopien und das Thema. Dann heißt es, schreib daraus soundso viele Zeilen, in vierzehn Tagen musst du fertig sein“, beschreibt sie ihre Arbeit. Dazwischen erlebt sie aber auch immer wieder einmal einen Höhepunkt.„Letztes Frühjahr haben wir zum Beispiel ein Firmenporträt für die Internet-Homepage einer Konditorei hergestellt. Ich war mit einer Fotografin drei Tage im Betrieb und bei verschiedenen Filialen. Überall gab es Kostproben. Das war sozusagen meine leckerste Arbeit bisher. Danach musste ich einige extra Stunden im Fitnesscenter einlegen“, lächelt Anne, die sich um ihre Linie eigentlich nicht zu sorgen braucht.
Der gesamte vorstehende Text enthält Ausagen zu fiktiven Personen und Ereignissen, deren tatsächliche Existenz, Eintreffen und Stattfinden ungewiss sind update 12.03.2011 ©www.ghostwriter-media.de